Madeira

Madeira

Madeira Reiseführer mit den schönsten Orten, Wanderungen, Stränden, Aussichtspunkten, Roadtrips und Reisetipps für Ihren Inselurlaub.

Kurze Fakten zu Madeira

Information Madeira
Region Autonome Region Madeira, Portugal
Hauptstadt Funchal
Einwohner ca. 250.000 auf der Hauptinsel und den Nachbarinseln
Fläche ca. 741 km² Hauptinsel Madeira
Höchster Punkt Pico Ruivo, 1.862 m
Lage Atlantik, westlich von Marokko und nördlich der Kanaren
Bekannt für Levadas, Lorbeerwald, Steilküsten, Madeirawein, Funchal, Blumen und Berglandschaften
Beste Reisezeit März bis Juni und September bis November
Empfohlene Aufenthaltsdauer 7 bis 14 Tage
Entfernung zur nächstgrößeren bekannten Stadt ca. 970 km Luftlinie bis Lissabon
Bekannteste Sehenswürdigkeit UNESCO-Lorbeerwald Laurissilva und die Bergroute Pico do Arieiro bis Pico Ruivo

Madeira verstehen: Atlantikinsel mit Bergen, Nebelwald und wilden Küsten

Madeira liegt wie ein grünes Gebirge im Atlantik. Die Insel wirkt klein, doch ihre Landschaft ist überraschend dramatisch. Zwischen der trockeneren Südküste bei Funchal, der feuchten Nordküste bei São Vicente und den Hochlagen um Paul da Serra wechseln Klima, Vegetation und Licht oft innerhalb weniger Kilometer. Wer mit Mietwagen oder Wohnmobil reist, erlebt an einem Tag Bananenterrassen, Lorbeerwald, Wolkenmeer, Basaltklippen und Naturpools.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs. Strände sind deshalb meist dunkel, steinig oder künstlich aufgeschüttet. Madeiras große Bühne sind nicht endlose Sandbuchten, sondern Aussichtspunkte, Levadas, Bergpfade, Küstenstraßen und kleine Orte, die sich an Hänge und Täler schmiegen. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel aus Wasser und Fels: Wasserfälle stürzen an der Nordküste ins Meer, Levadas führen durch Schluchten, und über Cabo Girão fällt die Küste fast senkrecht in den Atlantik.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Sehenswürdigkeit Ort Besonderheit
Laurissilva-Wald Rabaçal, Fanal, Ribeiro Frio UNESCO-Welterbe mit uraltem Lorbeerwald
Pico do Arieiro Zentrales Bergland Sonnenaufgang über den Wolken
Pico Ruivo Santana Höchster Berg Madeiras
Cabo Girão Câmara de Lobos Glasplattform über einer hohen Steilklippe
Mercado dos Lavradores Funchal Markthalle mit Obst, Blumen und Fisch
Monte Palace Tropical Garden Monte, Funchal Gärten, Kacheln und Teiche oberhalb der Stadt
Naturschwimmbecken Porto Moniz Baden zwischen Lavagestein und Atlantikwellen
Ponta de São Lourenço Ostspitze Karge Halbinsel mit Meerblick auf beide Küsten
Casas de Santana Santana Traditionelle strohgedeckte Häuser
Curral das Freiras Nonnental Dorf in einem gewaltigen Talkessel

Die schönsten Städte in Madeira

Stadt Highlights Für wen geeignet
Funchal Altstadt, Hafen, Seilbahn, Kathedrale, Gärten Kulturreisende, Genießer, Erstbesucher
Câmara de Lobos Fischerhafen, Poncha-Bars, Cabo Girão Fotografen, Abendspaziergänger
Machico Sandstrand, Promenade, historische Kapelle Familien, Badegäste, Wanderer
Santa Cruz Uferpromenade, Aquapark, Flughafenblick Familien, Kurzaufenthalte
Santana Strohhäuser, Wanderzugänge, Themenpark Natururlauber, Familien
Ponta do Sol Sonnenreiche Lage, alte Brücke, Meerespromenade Ruhesuchende, Individualreisende
Calheta Sandstrand, Marina, Zuckerrohrmuseum Badeurlauber, Mietwagenreisende

Funchal: Altstadt, Gärten und Atlantikflair

Funchal ist Madeiras urbanes Herz und der beste Ausgangspunkt für eine erste Orientierung. In der Zona Velha spazieren Sie durch schmale Gassen mit bemalten Türen, kleinen Restaurants und Bars. Die Rua de Santa Maria führt zum Mercado dos Lavradores, wo tropische Früchte, Blumen und der schwarze Degenfisch Espada zu den Klassikern gehören. Sehenswert sind die Sé Catedral aus dem 15. Jahrhundert, die Avenida Arriaga, der Hafen und die Uferpromenade bis zum CR7 Museum.

Mit der Seilbahn fahren Sie nach Monte. Dort lohnen der Monte Palace Tropical Garden, der Jardim Botânico und die Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte. Die berühmten Korbschlittenfahrten beginnen unterhalb der Kirche. Sie sind touristisch, aber ein Stück lebendige Inseltradition. Wer Kultur sucht, besucht das Museu de Arte Sacra, das Madeira Story Centre oder die Blandy’s Wine Lodge an der Avenida Arriaga, wo Sie Madeirawein dort verkosten, wo er seit Generationen reift.

Kleine Städte mit Charakter

Câmara de Lobos besitzt einen der stimmungsvollsten Häfen der Insel. Bunte Boote, trocknende Netze und Bars mit Poncha schaffen eine Atmosphäre, die trotz vieler Besucher echt wirkt. Winston Churchill malte hier einst den Hafen, doch der eigentliche Reiz liegt im frühen Morgen und am Abend. Machico punktet mit einer breiten Bucht und einem hellen Sandstrand, der besonders für Familien angenehm ist. Ponta do Sol trägt seinen Namen zu Recht, denn der Ort gehört zu den sonnigsten Ecken Madeiras.

Die schönsten Regionen

Region Bekannt für Sehenswert
Südküste Mildes Klima, Bananen, Badeorte Funchal, Ponta do Sol, Calheta, Câmara de Lobos
Nordküste Steilküsten, Wasserfälle, wilde Brandung São Vicente, Seixal, Porto Moniz, Ponta Delgada
Zentrales Bergland Gipfel, Wolkenmeer, Wanderwege Pico do Arieiro, Pico Ruivo, Encumeada
Paul da Serra Hochebene, Nebel, Weite Rabaçal, 25 Fontes, Bica da Cana
Ostküste Karge Landschaft, Flughafennähe Ponta de São Lourenço, Caniçal, Machico
Porto Santo Langer Sandstrand, trockenes Klima Vila Baleira, Pico Ana Ferreira, Praia do Porto Santo

Nordküste: wild, grün und spektakulär

Die Nordküste zeigt Madeira von seiner rauen Seite. Zwischen São Vicente, Seixal und Porto Moniz fährt man entlang dunkler Klippen, Tunnel, Wasserfälle und Terrassenfelder. Seixal besitzt einen der fotogensten schwarzen Sandstrände der Insel, dazu die Naturbecken Poças das Lesmas. In São Vicente liegen die bekannten Lavahöhlen, die nach längeren Schließungen nicht immer zugänglich sind, weshalb Sie aktuelle Öffnungszeiten prüfen sollten. Porto Moniz ist berühmt für seine Lavapools, die bei ruhiger See ein außergewöhnliches Badeerlebnis bieten.

Ostspitze und Hochebene: zwei völlig andere Welten

Die Ponta de São Lourenço unterscheidet sich stark vom grünen Inselinneren. Der Wanderweg PR8 führt über eine trockene, windige Halbinsel mit roten, braunen und ockerfarbenen Felsformationen. Ganz anders wirkt Paul da Serra, die weite Hochebene im Westen. Hier ziehen Wolken über Heideflächen, Kühe stehen an der Straße, und Wanderwege führen hinab nach Rabaçal, zu den Wasserfällen der Levada das 25 Fontes und zum Risco-Wasserfall.

Die schönsten Naturhighlights

Naturhighlight Ort Besonderheit
Levada das 25 Fontes Rabaçal Wasserfallbecken mit vielen Quellen
Risco-Wasserfall Rabaçal Hoher Wasserfall an einer Felswand
Fanal Paul da Serra Mystischer Lorbeerwald mit alten Bäumen
Pico do Arieiro 1818 m Höhe Aussichtspunkt mit Bergstraße bis fast zum Gipfel
Pico Ruivo Santana Panorama über die Zentralberge
Véu da Noiva Bei Seixal Wasserfallkulisse an der Nordküste
Curral das Freiras Innenland Tiefer Talkessel mit Aussicht von Eira do Serrado
Ribeiro Frio Zwischen Funchal und Santana Forellenzucht, Lorbeerwald, Balcões-Aussicht
Garganta Funda Ponta do Pargo Versteckter Wasserfall im Westen

Aussichtspunkte, Berge und Panoramastraßen

Madeira ist eine Insel der Miradouros. Besonders leicht erreichbar ist Cabo Girão, wo eine Glasplattform über der Steilküste schwebt. Von Eira do Serrado blicken Sie in den Talkessel von Curral das Freiras. Am Miradouro dos Balcões bei Ribeiro Frio reicht ein kurzer Spaziergang zu einem eindrucksvollen Blick auf die Gipfelwelt. Im Westen lohnen Ponta do Pargo mit Leuchtturm, Bica da Cana über dem Wolkenmeer und der Miradouro da Raposeira oberhalb der Küste.

Zu den schönsten Roadtrips zählt die Runde von Funchal über Câmara de Lobos, Ribeira Brava, São Vicente, Seixal und Porto Moniz zurück über Paul da Serra und Calheta. Eindrucksvoll ist auch die Fahrt von Poiso zum Pico do Arieiro, besonders früh am Morgen. Wer Küstenstraßen liebt, fährt von Ponta do Sol nach Madalena do Mar und weiter nach Jardim do Mar und Paul do Mar. Einige alte Küstenabschnitte sind gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Halten Sie sich an aktuelle Beschilderung, denn Steinschlag ist auf Madeira kein theoretisches Risiko.

Die schönsten Strände und Badeorte

Strand Ort Besonderheit
Praia de Machico Machico Heller Sandstrand in geschützter Bucht
Praia da Calheta Calheta Künstlicher Sandstrand mit Marina
Praia do Seixal Seixal Schwarzer Sand und grüne Klippen
Prainha Bei Caniçal Natürlicher dunkler Sand an der Ostküste
Porto Moniz Piscinas Naturais Porto Moniz Natürliche Lavabecken
Lido und Doca do Cavacas Funchal Meerwasseranlagen und Promenade
Praia Formosa Funchal Langer Kieselstrand mit Lokalen
Praia do Porto Santo Porto Santo Mehrere Kilometer heller Sandstrand

Madeira ist kein klassisches Badeziel, doch die Insel bietet reizvolle Badestellen. Für komfortable Strandtage eignen sich Machico und Calheta. Natürlicher und wilder ist Seixal, wo der schwarze Sand mit Wasserfällen und grünen Felsen eine fast tropische Kulisse bildet. Porto Santo, per Fähre oder Flug erreichbar, ist die beste Wahl, wenn Sie mehrere Tage am Sandstrand verbringen möchten.

UNESCO-Welterbe, Kirchen und historische Bauwerke

Das wichtigste Welterbe Madeiras ist der Laurissilva-Wald, ein Rest jener Lorbeerwälder, die einst große Teile des Mittelmeerraums bedeckten. Besonders atmosphärisch erleben Sie ihn in Fanal, Ribeiro Frio, Queimadas und Rabaçal. Historisch prägen vor allem Kirchen, Herrenhäuser und Festungen das Bild. In Funchal stehen die Sé Catedral, die Igreja do Colégio und die Capela do Corpo Santo. Die Fortaleza de São Tiago bewacht die Altstadt am Meer, während der Palácio de São Lourenço nahe der Avenida Arriaga zu den markantesten Bauwerken der Hauptstadt gehört.

In Monte besuchen viele Reisende die Kirche Nossa Senhora do Monte, in der der letzte österreichische Kaiser Karl I. begraben liegt. In Machico erinnert die Capela dos Milagres an die frühen portugiesischen Siedler. Klösterliche Ruhe finden Sie im Convento de Santa Clara in Funchal. Sehenswert sind außerdem die alten Zuckerrohrmühlen, Quintas und Weingüter, die Madeiras Wohlstand durch Zucker und Wein greifbar machen.

Museen, Häfen, Leuchttürme und Promenaden

Funchal bietet die größte Auswahl an Museen. Das Museu de Arte Sacra zeigt flämische Kunst, das Quinta das Cruzes Museum erzählt vom Leben der alten Inselgesellschaft, und das Madeira Story Centre vermittelt kompakt die Entwicklung der Insel. Fußballfans besuchen das CR7 Museum am Hafen. Technik- und Alltagsgeschichte erleben Sie im Engenhos da Calheta, einer Zuckerrohrmühle mit Verkostung von Rum und Honigkuchen.

Schöne Häfen finden Sie in Câmara de Lobos, Caniçal, Porto Moniz, Calheta und Funchal. Der Leuchtturm Farol da Ponta do Pargo markiert den westlichen Rand Madeiras und eignet sich hervorragend für Sonnenuntergänge. Für Spaziergänge empfehlen sich die Promenaden von Funchal nach Câmara de Lobos, die Uferwege in Santa Cruz und Machico sowie die Meerespromenade von Ponta do Sol.

Weindörfer, typische Orte und kulinarische Spezialitäten

Madeirawein gehört zur Identität der Insel. Wichtige Weinorte und Anbaugebiete liegen rund um Câmara de Lobos, Estreito de Câmara de Lobos, São Vicente, Campanário und Jardim da Serra. In Funchal erklärt Blandy’s Wine Lodge die Stile Sercial, Verdelho, Bual und Malvasia. Typische Dörfer sind Santana mit seinen strohgedeckten Häusern, Jardim do Mar mit engen Gassen am Meer, Paul do Mar unter steilen Felsen, Boaventura im grünen Norden und Curral das Freiras, das für Kastanienprodukte bekannt ist.

Empfehlenswerte Gastronomie: In Funchal gelten Armazém do Sal in der Rua da Alfândega, Restaurante do Forte in der Fortaleza de São Tiago und O Tasco in der Altstadt als bekannte Adressen. In Câmara de Lobos probieren Sie Poncha und Espetada in einfachen Lokalen nahe dem Hafen oder im Estreito de Câmara de Lobos. Auf den Tisch gehören Espada com banana, Espetada auf Lorbeerholz, Bolo do Caco mit Knoblauchbutter, Lapas, Milho frito, Tomatensuppe mit Ei, Honigkuchen und natürlich ein Glas Madeirawein.

Wandern, Aktivitäten und Erlebnisse

Die klassischen Wandergebiete liegen in Rabaçal, Ribeiro Frio, Queimadas, Ponta de São Lourenço und im Zentralgebirge. Beliebt sind PR1 vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo, PR6 Levada das 25 Fontes, PR9 Levada do Caldeirão Verde, PR11 Vereda dos Balcões und PR8 auf der Ostspitze. Nehmen Sie Stirnlampe, Regenschutz und trittsichere Schuhe mit, denn Tunnel, nasse Steine und Wetterwechsel gehören zu Madeira.

Beste Erlebnisse und Aktivitäten: Neben Wandern lohnen Wal- und Delfinbeobachtungen ab Funchal, Canyoning in Schluchten rund um Ribeiro Frio und Seixal, Coasteering bei Caniçal, Tauchen im Garajau Marine Reserve, Paragliding bei Arco da Calheta und eine Jeep-Tour über Paul da Serra. Anbieter wie Lobosonda in Calheta oder VMT Madeira in Funchal sind bekannte Namen für Bootstouren, dennoch sollten Sie stets auf verantwortungsvolle Tierbeobachtung achten.

Ausflugsziele mit Kindern: Familien mögen den Aquaparque Madeira in Santa Cruz, die Seilbahn nach Monte, den Madeira Theme Park in Santana, die Lavapools von Porto Moniz, den Bauernmarkt in Funchal und die kurze Wanderung zu den Balcões. Auch die Whale-Watching-Touren ab Funchal sind für ältere Kinder spannend. Für Strandtage eignen sich Machico und Calheta, weil Einstieg und Infrastruktur einfacher sind als an vielen wilden Küstenabschnitten.

Höhlen, Schluchten, Wasserfälle und Felsformationen

Madeiras vulkanische Herkunft zeigt sich in Basaltwänden, Lavatunneln und bizarren Küstenformen. Die Grutas de São Vicente zählen zu den bekanntesten Höhlen, sind jedoch je nach Sicherheitslage nicht immer geöffnet. Die Felsformationen an der Ponta de São Lourenço, der Basalt bei Seixal und die Klippen von Cabo Girão zeigen die geologische Kraft der Insel besonders deutlich. Schluchten erleben Sie beim Canyoning oder entlang von Levadas, etwa bei Caldeirão Verde, Rabaçal und im Tal der Ribeira da Janela.

Klima und beste Reisezeit

Jahreszeit Temperaturen Reiseempfehlung
Frühling ca. 16 bis 22 °C Sehr gute Zeit für Blumen, Wandern und Rundreisen
Sommer ca. 21 bis 27 °C Gut für Baden, Bootstouren und Bergwanderungen, teils voller
Herbst ca. 19 bis 25 °C Angenehm warm, gute Sicht, ideal für Mietwagenreisen
Winter ca. 14 bis 20 °C Mild an der Küste, wechselhaft in den Bergen, gut für Funchal und Südküste

Die beste Reisezeit hängt von Ihren Plänen ab. Für Wanderungen sind Frühling und Herbst besonders angenehm. Im Sommer ist das Meer wärmer, dafür sind beliebte Orte stärker besucht. Im Winter bleibt Madeira mild, doch in höheren Lagen können Wind, Nebel und Regen Touren erschweren. Prüfen Sie vor Bergwanderungen Wetter, Wegsperrungen und Sichtverhältnisse.

Geheimtipps abseits der bekannten Routen

Wenn Sie ruhigere Orte suchen, fahren Sie nach Boaventura, Ponta Delgada, Achadas da Cruz oder Prazeres. Die Seilbahn von Achadas da Cruz bringt Sie zu abgelegenen Feldern am Fuß hoher Klippen. Jardim do Mar wirkt am Abend besonders schön, wenn Tagesgäste verschwunden sind. Der Wasserfall Garganta Funda bei Ponta do Pargo ist weniger besucht als Rabaçal. Auch die Levada Nova bei Ponta do Sol, der Miradouro do Guindaste bei Santana und die Umgebung von Fajã dos Padres bieten starke Eindrücke ohne das Gedränge der großen Klassiker.

FAQ zu Madeira

Wie viele Tage sollte man für Madeira einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen sieben Tage, wenn Sie Funchal, die Nordküste, Rabaçal, Pico do Arieiro und Ponta de São Lourenço besuchen. Deutlich entspannter sind zehn bis vierzehn Tage. Dann bleibt Zeit für Porto Santo, mehrere Wanderungen, ruhigere Dörfer und flexible Ausweichpläne bei Wetterwechseln.

Braucht man auf Madeira einen Mietwagen?

Ein Mietwagen ist sehr empfehlenswert, wenn Sie individuell reisen möchten. Viele Aussichtspunkte, Dörfer und Wanderstarts erreichen Sie damit deutlich leichter. In Funchal selbst brauchen Sie kein Auto. Beachten Sie steile Straßen, enge Ortsdurchfahrten und begrenzte Parkplätze an beliebten Wanderwegen.

Ist Madeira für Wohnmobile geeignet?

Madeira ist für große Wohnmobile nur eingeschränkt geeignet. Straßen sind oft steil, kurvig und eng. Kleine Camper oder Vans funktionieren besser, sofern Sie legale Stellplätze und lokale Regeln beachten. Wildcamping ist nicht frei erlaubt. Informieren Sie sich vorab über ausgewiesene Plätze und Zufahrten.

Welche Wanderung ist die schönste auf Madeira?

Viele Reisende nennen die Route vom Pico do Arieiro zum Pico Ruivo. Sie ist spektakulär, aber anspruchsvoll und wetterabhängig. Leichter und sehr lohnend sind die Vereda dos Balcões sowie Teile der Levada das 25 Fontes. Für Küstenpanorama ist Ponta de São Lourenço ideal.

Kann man auf Madeira gut baden?

Ja, aber anders als auf klassischen Strandinseln. Es gibt Kieselstrände, Naturpools und einige Sandstrände. Machico und Calheta bieten geschützte Sandbuchten. Seixal ist landschaftlich besonders schön, Porto Moniz ist für Lavabecken bekannt, und Porto Santo bietet den besten langen Sandstrand der Region.

Wo sollte man auf Madeira übernachten?

Funchal eignet sich für Kultur, Restaurants und Ausflüge ohne ständiges Umziehen. Calheta und Ponta do Sol sind gute Standorte für Sonne und Westtouren. Santana oder São Vicente passen zu Wanderern, die den Norden bevorzugen. Wer Ruhe sucht, wählt Jardim do Mar, Prazeres oder Boaventura.

Ist Madeira teuer?

Madeira ist meist günstiger als viele westeuropäische Inselziele, aber teurer als das portugiesische Festland in einfachen Regionen. Mietwagen, geführte Touren und gute Hotels können in der Hauptsaison deutlich kosten. Lokale Restaurants, Märkte und einfache Cafés bleiben oft fair kalkuliert.

Welche Orte eignen sich für Familien?

Machico, Calheta, Santa Cruz und Funchal sind für Familien praktisch, weil Strände, Promenaden, Restaurants und kurze Ausflüge gut erreichbar sind. Kinderfreundlich sind der Aquapark Santa Cruz, die Seilbahn nach Monte, der Themenpark in Santana und die Naturschwimmbecken in Porto Moniz bei ruhiger See.

Wann sieht man Blumen auf Madeira?

Madeira blüht das ganze Jahr, doch der Frühling ist besonders farbenreich. Von März bis Juni zeigen Gärten, Straßenränder und Berghänge viele Blüten. Das Blumenfest in Funchal findet meist im Frühling statt und gehört zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen der Insel.

Welche Tagesausflüge lohnen sich besonders?

Sehr lohnend sind eine Nordküstenrunde über São Vicente, Seixal und Porto Moniz, ein Ausflug zum Pico do Arieiro bei Sonnenaufgang, eine Tour nach Rabaçal und Paul da Serra sowie die Wanderung auf der Ponta de São Lourenço. Ab Funchal bieten sich außerdem Monte, Câmara de Lobos und Cabo Girão an.

Gibt es gefährliche Straßen oder Wege?

Madeira ist gut erschlossen, dennoch verlangen steile Straßen und Bergwege Aufmerksamkeit. Nach Regen können Steinschlag, rutschige Levadas und gesperrte Tunnel auftreten. Ignorieren Sie keine Sperrungen, fahren Sie defensiv und planen Sie in den Bergen immer mehr Zeit ein, als die Kilometer vermuten lassen.

Welche kulinarischen Spezialitäten sollte man probieren?

Probieren Sie Espetada, Espada mit Banane, Bolo do Caco, Lapas, Milho frito, gegrillten Thunfisch, Maracujadesserts, Honigkuchen und Poncha. Madeirawein eignet sich als Aperitif oder Dessertwein. Besonders authentisch essen Sie oft in einfachen Lokalen außerhalb der direkten Hafenlagen.