Costa Verde

Costa Verde

Costa Verde in Asturien verbindet wilde Atlantikstrände, Fischerorte, Picos de Europa, grüne Täler und Städte wie Gijón, Oviedo und Avilés.

Costa Verde in Asturien: Spaniens grüne Atlantikküste

Die Costa Verde ist die Küste Asturiens im Norden Spaniens. Sie reicht grob von der Grenze zu Galicien bei Castropol und Tapia de Casariego bis zur kantabrischen Grenze bei Llanes und Ribadedeva. Für deutschsprachige Reisende ist sie ein ideales Ziel, wenn Sie Spanien abseits der klassischen Mittelmeerrouten erleben möchten: weniger trocken, weniger laut, dafür dramatischer, grüner und überraschend vielseitig.

Zwischen Atlantik, Steilküsten, Sandbuchten, Apfelhainen und den Kalkgipfeln der Picos de Europa liegen elegante Städte, Seefahrerorte, Höhlen, Wallfahrtskirchen, Naturparks und einige der schönsten Küstenstraßen Nordspaniens. Die Region eignet sich hervorragend für Mietwagenreisen und Wohnmobiltouren, denn viele Höhepunkte liegen verstreut entlang der Küste und in den Tälern des Hinterlands.

Kurze Fakten zu Costa Verde

Information Details
Region Asturien, Nordspanien
Verwaltung Autonome Gemeinschaft Fürstentum Asturien
Lage Atlantikküste zwischen Galicien und Kantabrien
Bekannt für Grüne Steilküsten, Fischerorte, Sidra, Picos de Europa, Strände und Prähistorische Höhlenkunst
Beste Reisezeit Mai bis Oktober, besonders Juni, September und früher Oktober
Empfohlene Aufenthaltsdauer 7 bis 14 Tage für Küste, Städte und Picos de Europa
Wichtige Städte Gijón, Oviedo, Avilés, Llanes, Ribadesella, Cudillero, Luarca
Nächstgrößere bekannte Stadt Santander östlich, Santiago de Compostela westlich, León südlich
Bekannteste Sehenswürdigkeiten Covadonga, Lagos de Covadonga, Altstadt von Oviedo, Playa de Gulpiyuri, Cudillero

Die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Sehenswürdigkeit Ort Besonderheit
Covadonga und Heilige Höhle Cangas de Onís Wallfahrtsort, Basilika, Quelle und dramatische Felskulisse
Lagos de Covadonga Picos de Europa Gebirgsseen Enol und Ercina mit Wanderwegen
Altstadt von Oviedo Oviedo Kathedrale, Apfelweinlokale, präromanische Kirchen
Cudillero Westküste Farbiger Fischerort wie ein Amphitheater am Hafen
Playa de Gulpiyuri Naves bei Llanes Kleiner Binnenstrand mit Meerwasserzufluss
Bufones de Pría Llames de Pría Meeresfontänen in Felsspalten bei starkem Wellengang
Niemeyer-Zentrum Avilés Moderne Kulturarchitektur am Hafen
Castro de Coaña Coaña Keltisch geprägte Höhensiedlung der Eisenzeit

Die schönsten Städte in Costa Verde

Stadt Highlights Für wen geeignet
Gijón Cimavilla, Playa de San Lorenzo, Hafen, Jardín Botánico Atlántico Städtereisende, Strandurlauber, Familien
Oviedo Kathedrale, Altstadt, Sidra-Straße Gascona, Monte Naranco Kulturreisende, Genießer, Architekturfreunde
Avilés Altstadt, Calle Galiana, Niemeyer-Zentrum, Flussmündung Kulturfans, Fotografen, Wochenendreisende
Llanes Hafen, Paseo de San Pedro, Strände, Cubos de la Memoria Küstenwanderer, Badegäste, Paare
Ribadesella Promenade, Tito-Bustillo-Höhle, Sella-Mündung Familien, Kanufahrer, Naturfreunde

Die schönsten Regionen

Region Bekannt für Sehenswert
Westliche Costa Verde Ruhige Häfen, Steilküsten, weniger Trubel Castropol, Tapia de Casariego, Luarca, Cabo Busto
Zentrale Küste Städte, Strände und Kultur Gijón, Avilés, Candás, Luanco, Cabo Peñas
Östliche Costa Verde Karstbuchten, Felsstrände, Picos de Europa Llanes, Ribadesella, Bufones de Pría, Covadonga
Picos de Europa Hochgebirge nahe der Küste Lagos de Covadonga, Ruta del Cares, Bulnes, Cabrales

Städte, Altstädte und Küstenorte mit Charakter

Gijón: Meer, Promenade und asturisches Stadtleben

Gijón ist die lebendigste Küstenstadt der Costa Verde. Der lange Stadtstrand Playa de San Lorenzo zieht sich elegant an der Bucht entlang, während das alte Fischerviertel Cimavilla mit Gassen, Sidrerías und Blicken vom Cerro de Santa Catalina punktet. Dort steht Eduardo Chillidas Skulptur Elogio del Horizonte, ein beliebter Sonnenuntergangsort.

Ein schöner Stadttag verbindet den Hafen, das Aquarium von Gijón, die Markthalle und den Jardín Botánico Atlántico. Wer mit Kindern reist, schätzt die kurzen Wege. Wer mit Wohnmobil unterwegs ist, findet im Großraum Gijón gute Versorgungsmöglichkeiten, sollte jedoch Strandparkplätze in der Hochsaison früh ansteuern.

Oviedo: elegante Hauptstadt im grünen Hinterland

Oviedo liegt nicht direkt am Meer, gehört aber zu jeder Reise an die Costa Verde. Die Altstadt rund um die Catedral de San Salvador wirkt gepflegt, kompakt und voller Details. Besonders reizvoll sind die Plätze Plaza del Fontán, Plaza de la Constitución und die Apfelweinstraße Calle Gascona.

Am Hang des Monte Naranco stehen mit Santa María del Naranco und San Miguel de Lillo zwei bedeutende präromanische Bauwerke. Sie gehören zum UNESCO-Welterbe und zeigen, warum Oviedo kulturell mehr ist als nur ein Zwischenstopp. Vom Naranco blicken Sie bei klarem Wetter bis zu den Küstenbergen.

Avilés, Cudillero und Luarca: drei unterschiedliche Gesichter

Avilés überrascht viele Reisende. Hinter dem industriellen Ruf verbirgt sich eine der schönsten Altstädte Asturiens mit Arkadengängen, Palästen und der Calle Galiana. Das Centro Niemeyer setzt einen modernen Kontrast am Wasser.

Cudillero gehört zu den meistfotografierten Orten der Küste. Die Häuser kleben terrassenartig am Hang, unten liegen Hafen, Bars und Fischrestaurants. Ruhiger, aber ebenso reizvoll ist Luarca, die „weiße Stadt der grünen Küste“, mit Friedhof über dem Meer, Leuchtturm und Hafenbecken.

Inseln, Halbinseln, Buchten und Küstenformen

Die Costa Verde besitzt keine großen Urlaubsinseln wie die Balearen, dafür viele kleine Felseilande, Halbinseln und geschützte Buchten. Besonders schön ist die Küste bei Llanes, wo Strände wie Toró, Poo, Ballota, Andrín und Torimbia zwischen Wiesen, Klippen und Karstfelsen liegen. Vor der Küste tauchen kleine Inseln und Felsen auf, darunter die Islote de Castro de Ballota.

Ein Muss ist Cabo Peñas, der nördlichste Punkt Asturiens. Der Leuchtturm, die Klippen und die Weite des Atlantiks machen den Ort zu einem der besten Panoramapunkte der Region. An der Westküste lohnen Cabo Busto, Cabo Vidio und die Steilküste bei Puerto de Vega. Wer Buchten sucht, fährt nach Playa del Silencio, Playa de Barayo oder Playa de Cuevas del Mar.

Berge, Täler, Flüsse und Naturwunder im Hinterland

Das Besondere an der Costa Verde ist der schnelle Wechsel von Meer zu Gebirge. In weniger als einer Stunde können Sie vom Strand in hochalpiner Landschaft stehen. Die Picos de Europa bilden den spektakulärsten Kontrast zur Küste. Im Osten Asturiens liegen Cangas de Onís, Arenas de Cabrales, Sotres und Poncebos als ideale Ausgangsorte.

Die Ruta del Cares zählt zu den bekanntesten Wanderungen Nordspaniens. Der Weg verläuft durch eine tief eingeschnittene Schlucht zwischen Poncebos und Caín. Sehr beliebt sind auch die Lagos de Covadonga, die Seen Enol und Ercina. Im Sommer regeln Shuttlebusse die Zufahrt, was Sie bei der Planung unbedingt berücksichtigen sollten.

Weitere Naturziele sind der Parque Natural de Somiedo mit Seen, Brañas und Braunbärengebiet, das Nalón-Tal, der Fluss Sella bei Arriondas und Ribadesella sowie die geschützte Mündung von Villaviciosa. Wasserfälle finden Sie unter anderem bei Oneta, wo mehrere Kaskaden in einem waldreichen Tal liegen.

Die schönsten Naturhighlights

Naturhighlight Ort Besonderheit
Lagos de Covadonga Picos de Europa Gebirgsseen mit Rundwegen und Weideflächen
Ruta del Cares Poncebos Spektakulärer Schluchtweg
Bufones de Pría Llames de Pría Natürliche Meeresfontänen
Playa de Gulpiyuri Naves Winziger Strand im Landesinneren
Cabo Peñas Gozón Klippen, Leuchtturm und Atlantikpanorama
Cascadas de Oneta Villayón Wasserfälle in grüner Schluchtlandschaft

Die schönsten Strände und Badeorte

Strand Ort Besonderheit
Playa de San Lorenzo Gijón Urbaner Stadtstrand mit langer Promenade
Playa del Silencio Cudillero Steinige Traumbucht unter hohen Klippen
Playa de Torimbia Niembro Weite Naturbucht, beliebt bei Fotografen
Playa de Rodiles Villaviciosa Breiter Surfstrand an der Flussmündung
Playa de Cuevas del Mar Nueva de Llanes Felsbögen und Höhlen am Strand
Playa de Poo Llanes Geschützte Lagunenbucht, gut für Familien
Playa de Barayo Navia und Valdés Naturreservat mit Dünen, Fluss und Strand

UNESCO-Welterbe, Kirchen, Klöster und historische Bauwerke

Asturien besitzt mehrere UNESCO-Stätten, die sich gut in eine Reise an der Costa Verde einbauen lassen. In Oviedo und Umgebung zählen die präromanischen Monumente Santa María del Naranco, San Miguel de Lillo, San Julián de los Prados, Santa Cristina de Lena und die Cámara Santa der Kathedrale zum Welterbe.

Auch die Höhle Tito Bustillo bei Ribadesella gehört zur UNESCO-Welterbestätte der altsteinzeitlichen Höhlenkunst Nordspaniens. Sie ist nur saisonal und mit begrenzten Plätzen zugänglich. Frühzeitige Reservierung lohnt sich. Weitere prähistorische Orte sind die Cueva del Pindal bei Pimiango und die Cueva de La Peña in Candamo.

Historisch interessant sind außerdem die römische Brücke von Cangas de Onís, das Kloster San Salvador de Valdediós bei Villaviciosa, die Kirche Santa María de la Oliva in Villaviciosa und das Castro de Coaña. In Avilés erzählen Paläste wie der Palacio de Camposagrado und der Palacio de Ferrera von Handel, Adel und Seefahrt.

Leuchttürme, Häfen und Promenaden

Leuchttürme prägen die Küste wie Orientierungspunkte für Reisende. Besonders eindrucksvoll sind der Faro de Cabo Peñas, der Faro de Luarca, der Faro de Cabo Vidio, der Faro de San Emeterio bei Pimiango und der Leuchtturm von Tapia de Casariego. Viele liegen an kurzen Spazierwegen und eignen sich perfekt für Pausen während eines Roadtrips.

Unter den Häfen verdienen Lastres, Puerto de Vega, Luanco, Candás, Llanes und Ribadesella besondere Aufmerksamkeit. In Llanes verbindet der Künstler Agustín Ibarrola mit den Cubos de la Memoria Hafenmauern und Kunst. In Ribadesella führt die Promenade entlang eleganter Villen an der Playa de Santa Marina.

Höhlen, Grotten und Felsformationen

Die Kalkküste im Osten bringt erstaunliche Formen hervor. Die Bufones de Pría funktionieren bei starkem Wellengang wie natürliche Orgelpfeifen: Meerwasser und Luft schießen durch Felsspalten nach oben. Bleiben Sie bei Sturm auf Abstand, denn die Kraft der Brandung wird leicht unterschätzt.

Die Playa de Cuevas del Mar zeigt Felsbögen direkt am Strand. Bei Ebbe entdecken Sie kleine Durchgänge und Höhlungen, bei Flut verändert sich die Szenerie vollständig. Ein weiteres Naturkuriosum ist Gulpiyuri, ein winziger Strand hinter Wiesen, den das Meer unterirdisch speist. Für Höhlenkunst bieten Tito Bustillo und El Pindal die eindrucksvollsten Einblicke.

Weinregionen, Sidra und kulinarische Spezialitäten

Asturien ist eher Sidra-Land als Weinregion. Rund um Villaviciosa, Nava, Colunga und Siero liegen viele Apfelhaine und Lagares, also Keltereien. In Nava lohnt das Museo de la Sidra. Weinfreunde finden im Südwesten die kleine Herkunftsbezeichnung Vino de Cangas rund um Cangas del Narcea, mit steilen Weinbergen und autochthonen Rebsorten.

Typische Gerichte sind Fabada Asturiana, ein kräftiger Bohneneintopf, Cachopo, gefülltes Kalbsschnitzel, Seehecht, Bonito, Seeigel, Käse aus Cabrales, Gamonéu und Afuega’l Pitu. Empfehlenswerte Adressen sind Casa Gerardo in Prendes für gehobene asturische Küche, Casa Marcial in Arriondas für kreative Regionalküche, El Molín de Mingo in Peruyes, Casa Lin in Avilés und viele einfache Sidrerías in der Calle Gascona in Oviedo. Bestellen Sie Sidra am besten dort, wo sie frisch eingeschenkt wird, denn das Einschenken aus großer Höhe gehört zum Erlebnis.

Beste Erlebnisse und Aktivitäten

Zu den besten Aktivitäten zählen eine Kanutour auf dem Río Sella zwischen Arriondas und Ribadesella, Wandern auf der Ruta del Cares, Surfen in Rodiles, Salinas oder Tapia de Casariego, eine Fahrt zu den Lagos de Covadonga, Küstenwandern auf dem Camino del Norte und ein Sidra-Abend in Oviedo oder Gijón. Anbieter für Sella-Abfahrten sitzen zahlreich in Arriondas, darunter bekannte lokale Kanuverleiher entlang der Avenida de Europa. Für Bergtouren in den Picos de Europa empfiehlt sich bei anspruchsvollen Routen ein geprüfter Bergführer aus Cangas de Onís oder Arenas de Cabrales.

Ausflugsziele mit Kindern

Familien finden an der Costa Verde viele Ziele mit kurzen Wegen und echtem Erlebniswert. Das Acuario de Gijón ist ideal bei Regen, der Jardín Botánico Atlántico bietet viel Platz zum Entdecken, und das Museo del Jurásico de Asturias bei Colunga begeistert mit Dinosauriermodellen und Blick aufs Meer. In Ribadesella lohnt eine leichte Sella-Kanutour mit älteren Kindern, während die geschützte Playa de Poo bei Llanes für jüngere Badegäste angenehm ist. Auch der Zugang zu den Lagos de Covadonga per Shuttlebus kann mit Kindern gut funktionieren, wenn Sie warme Kleidung einpacken.

Aussichtspunkte, Panoramastraßen und Roadtrips

Die klassische Route folgt der Küste auf der A-8 für schnelle Verbindungen und wechselt immer wieder auf kleinere Straßen. Besonders schön sind Abschnitte bei Cabo Vidio, Cabo Busto, Cabo Peñas, Lastres, Ribadesella und Llanes. Für Wohnmobile gilt: Viele Aussichtspunkte sind erreichbar, aber manche Zufahrten zu Stränden sind eng, steil oder in der Saison beschränkt.

Ein sehr lohnender Roadtrip führt von Tapia de Casariego über Castropol, Puerto de Vega, Luarca, Cudillero, Cabo Vidio, Avilés, Cabo Peñas, Gijón, Lastres, Ribadesella und Llanes bis nach Colombres. Für einen Gebirgsschlenker fahren Sie von Ribadesella nach Cangas de Onís, Covadonga, Arenas de Cabrales und Poncebos. Schöne Aussichtspunkte sind der Mirador del Fitu, der Mirador de la Boriza bei Andrín, der Paseo de San Pedro in Llanes und der Mirador de la Regalina bei Cadavedo.

Beliebte Wandergebiete und Panoramapunkte

Neben der Ruta del Cares gibt es viele leichtere Alternativen. Der Küstenweg bei Llanes verbindet Wiesen, Felsen und kleine Strände. Bei Cabo Busto führt ein Rundweg von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Im Naturreservat Barayo wandern Sie durch Wald, Dünen und Flusslandschaft.

Der Mirador del Fitu gehört zu den besten Aussichtspunkten im Osten. Von der Plattform sehen Sie bei gutem Wetter gleichzeitig Atlantik und Picos de Europa. In Somiedo locken die Routen zu den Lagos de Saliencia. Im Westen ist die Küste einsamer, wodurch selbst kurze Spaziergänge oft intensiver wirken als an bekannteren Orten.

Geheimtipps abseits der bekannten Touristenorte

Wenn Sie die Costa Verde ruhiger erleben möchten, fahren Sie nach Viavélez, einem winzigen Hafenort mit literarischem Bezug zur Schriftstellerin Corín Tellado, oder nach Ortiguera bei Coaña. Puerto de Vega bietet viel maritimes Flair ohne den großen Andrang von Cudillero.

Im Landesinneren lohnen Taramundi mit Mühlen, Messerschmieden und Schieferdörfern, Os Teixois als ethnografisches Ensemble und Bulnes, das autofreie Bergdorf in den Picos de Europa. Wer schöne Dörfer sucht, notiert außerdem Lastres, Colombres mit seinen Indianos-Villen, Niembro, Sotres, Bermiego und Bandujo.

Klima und beste Reisezeit

Die Costa Verde ist grün, weil sie feuchter ist als Südspanien. Das Klima bleibt mild, wechselhaft und atlantisch. Packen Sie selbst im Sommer eine leichte Regenjacke ein. Dafür erleben Sie selten extreme Hitze, was die Region ideal für aktive Reisen macht.

Jahreszeit Temperaturen Reiseempfehlung
Frühling ca. 12 bis 20 Grad Sehr gut für Rundreisen, Stadtbesuche, Blüte und erste Wanderungen
Sommer ca. 18 bis 26 Grad Beste Zeit für Strände, Kanutouren und Familienurlaub, im August voller
Herbst ca. 14 bis 23 Grad Ideal für Genussreisen, Fotografie, Wandern und ruhigere Küstenorte
Winter ca. 8 bis 15 Grad Gut für Städte, Museen und stimmungsvolle Küsten, weniger für Badeurlaub

Praktische Reisetipps für Mietwagen und Wohnmobil

Ein Mietwagen ist an der Costa Verde sehr sinnvoll. Die Autobahn A-8 verbindet viele Orte, doch die schönsten Erlebnisse liegen an Nebenstraßen, Miradores und kleinen Häfen. Planen Sie nicht zu viele Kilometer pro Tag. Kurze Strecken dauern oft länger, weil Sie anhalten möchten.

Wohnmobilreisende sollten offizielle Stellplätze und Campingplätze bevorzugen, etwa bei Gijón, Ribadesella, Llanes, Cudillero oder Tapia de Casariego. Wildes Übernachten wird je nach Gemeinde unterschiedlich kontrolliert. Besonders an beliebten Stränden und in Naturschutzgebieten sollten Sie vorsichtig sein und Beschilderungen respektieren.

FAQ zu Costa Verde

Wo genau liegt die Costa Verde?

Die Costa Verde bezeichnet die asturische Atlantikküste in Nordspanien. Sie liegt zwischen Galicien im Westen und Kantabrien im Osten. Viele Reisende beziehen auch nahe Ziele im Hinterland ein, vor allem Oviedo, Cangas de Onís und die Picos de Europa.

Wie viele Tage sollte man für die Costa Verde einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen fünf bis sieben Tage. Wenn Sie Städte, Strände, Picos de Europa, Westküste und mehrere Wanderungen erleben möchten, sind zehn bis vierzehn Tage deutlich angenehmer.

Ist die Costa Verde für Wohnmobile geeignet?

Ja, die Region eignet sich gut für Wohnmobile, wenn Sie flexibel planen. Die Hauptstraßen sind gut, aber Zufahrten zu Buchten und Dörfern können eng sein. Nutzen Sie Campingplätze oder offizielle Stellplätze, besonders in der Hochsaison.

Welche Stadt ist die beste Basis?

Gijón ist ideal für Stadt, Strand und Ausflüge in beide Richtungen. Llanes eignet sich besser für die östliche Küste und die Picos de Europa. Oviedo ist perfekt für Kultur, Gastronomie und Tagesausflüge, liegt aber nicht direkt am Meer.

Kann man an der Costa Verde baden?

Ja, es gibt zahlreiche Strände. Das Wasser des Atlantiks ist jedoch frischer als am Mittelmeer. Beliebte Badeorte sind Gijón, Llanes, Ribadesella, Tapia de Casariego und Villaviciosa mit der Playa de Rodiles.

Welche Strände sind besonders familienfreundlich?

Die Playa de Poo bei Llanes ist durch ihre geschützte Form sehr beliebt bei Familien. Auch San Lorenzo in Gijón, Santa Marina in Ribadesella und viele Abschnitte bei Llanes eignen sich gut, sofern Sie Gezeiten und Wellengang beachten.

Was sollte man bei den Picos de Europa beachten?

Das Wetter kann schnell umschlagen. Nehmen Sie warme Kleidung, feste Schuhe, Wasser und Sonnenschutz mit. Bei den Lagos de Covadonga gibt es im Sommer und an stark besuchten Tagen Verkehrsbeschränkungen mit Shuttlebus-System.

Welche UNESCO-Stätten liegen in der Region?

Wichtig sind die präromanischen Monumente von Oviedo und Umgebung sowie mehrere Höhlen mit prähistorischer Kunst, darunter Tito Bustillo und El Pindal. Beide Themen lassen sich hervorragend mit Stadtbesuchen und Küstentouren kombinieren.

Ist die Costa Verde teuer?

Im Vergleich zu vielen bekannten Mittelmeerzielen ist Asturien oft moderater. In beliebten Orten wie Llanes, Ribadesella oder Cudillero steigen die Preise im Juli und August. Im Juni, September und Oktober bekommen Sie meist bessere Verfügbarkeit.

Welche kulinarischen Spezialitäten sollte man probieren?

Probieren Sie Fabada, Cachopo, Cabrales-Käse, frischen Fisch, Meeresfrüchte und Sidra. Besonders authentisch essen Sie in Sidrerías, einfachen Hafenrestaurants und ländlichen Gasthäusern im Hinterland.

Welche Route eignet sich für den ersten Roadtrip?

Eine schöne Route beginnt in Tapia de Casariego und führt über Luarca, Cudillero, Cabo Peñas, Gijón, Lastres, Ribadesella und Llanes. Ergänzen Sie zwei Tage in Cangas de Onís und den Picos de Europa, wenn Sie Berge und Seen erleben möchten.

Wann ist die beste Reisezeit für Wanderungen?

Mai, Juni, September und Oktober sind ideal. Dann sind Temperaturen angenehm, die Landschaft ist grün, und viele Wege sind weniger voll als im Hochsommer. In höheren Lagen kann es aber auch im Frühling noch kühl und nass sein.

Warum die Costa Verde lange in Erinnerung bleibt

Die Costa Verde ist keine Küste für Reisende, die nur Hitze, Liegestuhl und Pauschalroutine suchen. Sie belohnt Neugier, flexible Pläne und den Wunsch, Landschaften wirklich zu erleben. An einem Tag laufen Sie barfuß über Sand, am nächsten stehen Sie zwischen Bergseen, und am Abend trinken Sie Sidra in einer Altstadtgasse.

Gerade diese Mischung macht Asturiens grüne Küste so reizvoll: Gijón und Oviedo liefern urbanes Leben, Cudillero und Luarca maritime Poesie, Llanes und Ribadesella Badebuchten und Küstenwege, während Covadonga und die Picos de Europa den Blick in eine ganz andere Welt öffnen. Wer Nordspanien mit Zeit, offenen Augen und gutem Appetit bereist, findet an der Costa Verde eines der charakterstärksten Reiseziele der Iberischen Halbinsel.